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Israel - Rammbock des Westens
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20.04.2009, 21:49
Beitrag: #1
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Israel - Rammbock des Westens
Israel - Rammbock des Westens
Meinung zu der „Antirassisums-Konferenz“ in Genf Gabriel Berger So lobenswert es ist, wenn Deutschland, neben sechs weiteren westlichen Staaten, darunter den USA, die Durban II- Antirassismus-Konferenz boykottiert, so sehr muss die Begründung hierfür als mangelhaft, wenn nicht feige, betrachtet werden. Es ist beruhigend, dass sich mutige westliche Staatsmänner und Politiker finden, die Israel, das einzige demokratische Land des nahen Ostens, vor der Hetze seitens der autokratischen oder zum Islamismus tendierenden islamischen Staaten demonstrativ in Schutz nehmen. Aber es ist falsch, wenn nicht zugleich die offenkundige Absicht islamischer Staaten lautstark genannt wird, jede Kritik an islamisch motivierten barbarischen Untaten in ihren Ländern unter dem Mantel kultureller und religiöser Eigenständigkeit abzuwehren. Die Kampfbegriffe „Islamophobie“ und „Antiarabismus“, die angeblich rassistische Haltungen und Handlungen anprangern sollen, erklären archaische Sitten zu Menschenrechten, etwa die Zwangsverheiratung minderjähriger Mädchen, die sklavische Unterordnung von Frauen unter die totale Macht der Ehemänner, „Ehrenmorde“, Klitorisbeschneidungen, Verfolgung und Tötung von Homosexuellen, Verfolgung von Anhängern nichtmoslemischer Religionen und die Fatwa gegen Kritiker des Islam. Öffentliches Anprangern solcher Delikte, die weder im Durban I, noch im Durban II Abschlussdokument thematisiert werden, wird als „rassistisch“, „neokolonialistisch“ oder westlich-dekadent zurückgewiesen. Die islamischen Staaten, wie andere autoritäre und autokratische Staaten stellen gegenüber den demokratisch regierten Ländern in den Menschenrechtsausschüssen der UNO, wie auf den Antirassismus-Konferenzen, gemeinsam die Mehrheit und können damit den Ton angeben. Die Bedeutung des Begriffes „Menschenrecht“ wird in der von Orwell beschriebenen Technik in ihr Gegenteil verkehrt: Es ist ein Menschenrecht des Mehrheitsblocks der Staaten, Menschenrechte im ursprünglichen, allgemeinmenschlichen Sinne zu verletzten. Das Gegenteil davon wir als Rassismus oder Neokolonialismus diffamiert. Hier wird de facto die Sharia zum Maßstab der Menschenrechte erklärt. Es gehört eine ziemliche Portion Feigheit dazu, die Durban II Konferenz zu boykottieren, aber statt den wahren Grund hierfür, nämlich den Schutz eigener freiheitlicher Errungenschaften vor deren schleichenden Destruktion durch den Islam, zu nennen, den Schutz Israels vor einseitiger Verurteilung als einzigen Grund vorzuschieben. Hier wird Israel als Rammbock des Westens missbraucht. Das führt folgerichtig zu der im Westen sehr verbreiteten Meinung, man wolle sich nicht von Israel für dessen Interessen instrumentalisieren lassen. Es ist keine Übertreibung, wenn man in dieser, auch in den Medien propagierten, Haltung, einen antisemitischen Reflex erkennt. Diese Haltung hat aber, zumindest in Deutschland, eine Tradition. Seit inzwischen Jahrzehnten wird meistens nur eine dunkle Seite des Nationalsozialismus genannt, nämlich die Verfolgung und fabrikmäßige Ermordung der Juden. Man kann rückwärts schließen: Das nationalsozialistische Regime wäre, zumindest für die heutigen Deutschen, akzeptabel gewesen, wenn es bloß die Juden in Ruhe gelassen hätte. Hier werden Juden vorgeschoben, um eine echte Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen System, dessen erste Opfer nichtjüdische Deutsche waren, zu vermeiden. Es ist an der Zeit, nicht aus falsch verstandenem Harmoniebedürfnis vor echten Problemen der heutigen Welt zurückzuweichen. Das zahlt sich langfristig nicht aus und lässt womöglich Probleme zu Katastrophen wachsen. |
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